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Digitale Plattformen zur Förderung des Tourismus.Bewertung der aktuellen Situation

Im Rektorat der Universität „Luigj Gurakuqi“ fand heute das Treffen Digitale Plattformen zur Förderung des Tourismus. Bewertung der aktuellen Situation im Rahmen des Projekts PLACOD statt. Das Treffen, das in Form eines Runden Tisches organisiert wurde, markierte die zweite Phase der Aktivitäten „Förderung der Region im digitalen Zeitalter.” Unter der Moderation von Prof. As. Dr. Eliana Laçej, die die unbestreitbare Bedeutung der Technologie in der heutigen Zeit hervorhob, präsentierten die Diskussionsteilnehmer Meinungen, Reflexionen sowie institutionelle und persönliche Erfahrungen zu diesem Thema.

Prof. As. Dr. Valbona Karakaçi, vom Fachbereich Literatur der Universität Shkodra und Expertin im Bereich Kommunikation, behandelte Themen im Zusammenhang mit dem Tourismus und der transformativen Rolle der digitalen Kommunikation. Ihr Beitrag konzentrierte sich auf die Analyse der Beziehung zwischen Tourismus und digitaler Kommunikation, wobei sie sowohl positive als auch negative Aspekte hervorhob; auf die Überschneidung von Technologie und Kommunikation; auf die Effizienz im digitalen Kommunikationsprozess, sowie auf die Zukunft der digitalen Kommunikation im Tourismussektor. Ihre Ausführungen wurden durch Videos und digitale Materialien ergänzt, darunter detaillierte Statistiken über die Nutzung sozialer Medien in Albanien, wodurch das Land als Vorreiter in der digitalen Nutzung eingestuft wurde.

Renato Lumçi, Leiter der Tourismusabteilung der Stadtverwaltung Shkodra, stellte die moderne digitale Plattform Shkodra Smart Tourism vor, die vielfältige Informationen über Reiseziele, Pensionen, Unternehmen und soziale Dienstleistungen bietet. Die Website www.visitshkodra.al soll Online-Tickets für Museen und andere Sehenswürdigkeiten, individuell organisierte Reisepakete, die Förderung lokaler Veranstaltungen sowie die Ausstellung einer CityPASS-Karte ermöglichen – eine der größten Herausforderungen bei der Umsetzung dieser Plattform. Solche digitalen Förderungen machen Shkodra zu einem modernen Reiseziel und verbessern die lokale Infrastruktur.

Prof. As. Dr. Bresena Kopliku, Leiterin der Abteilung für Kommunikation, wissenschaftliche Forschung und Projekte an der Universität Shkodra, betonte in ihrem Vortrag Digitaler Wandel und touristische Erfahrungen, dass die Digitalisierung den Tourismus verändert hat. Sie hat den saisonalen Tourismus überwunden, den zeitlichen Rahmen erweitert und die geografische Herkunft der Touristen diversifiziert. Dies habe auch Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt gehabt. Auf der Grundlage von Umfragen unter Touristen hob sie hervor, dass das touristische Profil in Shkodra im Vergleich zum Rest Albaniens einzigartig ist. In der Regel handelt es sich um Einzelreisende (nicht in Gruppen), jüngere Menschen, die Abenteuerreisen bevorzugen, digitale Medien nutzen, authentische Erfahrungen suchen und über soziale Netzwerke, insbesondere TikTok, Informationen über Shkodra erhalten. Shkodra wird oft als Teil einer größeren regionalen Reise ausgewählt, was zur Nachhaltigkeit des Tourismus beiträgt, auch wenn die Einnahmen niedrig bleiben. Trotz der zunehmenden Nutzung von Technologie ist die digitale Infrastruktur nach wie vor unzureichend, was die Notwendigkeit von Innovationen in diesem Bereich vorantreibt.

Elton Shpuza, IT-Spezialist an der Universität Shkodra und Manager der Plattform Gjiro n’Shkodër, stellte deren Inhalte vor, die in vier Sprachen (Englisch, Spanisch, Italienisch, Deutsch und bald Französisch) verfügbar sind. Sie bietet Informationen über städtischen, zwischenstädtischen und lokalen Transport, Museen, Denkmäler sowie Dienstleistungen für Besucher mit individuellen Reisepaketen, von Transport und Unterkunft bis hin zu Reservierungen bei Drittanbietern. Über diese Plattform können Touristen auch Buchungen in Hotels vornehmen. Die Plattform verzeichnete in der Hochsaison bis zu 1500 Klicks pro Tag und erscheint bei Google-Suchanfragen mit verschiedenen Schlüsselwörtern unter den ersten Ergebnissen.

Die wertvollen Meinungen und Beiträge der Teilnehmer am Runden Tisch tragen auch zum Ziel des Projekts PLACOD bei, das darauf abzielt, überraschende Reiserouten früherer Reisender, die in Erinnerungsbüchern und Notizen festgehalten wurden, zu identifizieren und sie in digitaler Form im neuen Zeitalter der Globalisierung zugänglich zu machen.